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Die
Entstehung der Gehöfte in Ungarn
Diese einzigartige Siedlungsstruktur in Europa ist das direkte
Gefolge unserer geschichtlicher Entwicklung. Das Siedlungsnetz
von Ungarn hat sich wegen der türkischen Eroberung
bedeutend geändert im Laufe des 16. Jahrhundert und
diese Änderungen haben vor allem die grosse ungarische
Tiefebene betroffen.
Die bis dahin auch sehr geringe Bevölkerung ist noch
weiter zurückgegangen, die kleineren Dörfer wurden
niedergebrannt und die Menschen flohen in die grösseren
Städte, die mehr Schutz bieten konnten. Während
der türkischen Besetzung entvölkerte sich die
Region fast vollkommen und die Landschaft wurde zum Ödeland.
Zur gleichen Zeit entsanden viele Agrarstädte und Ortschaften
von grosser Ausdehnung. Nach der Befreiung von Buda, die
mittelalterliche Hauptstadt im Jahre 1686, begann wiederum
die Besiedlung der Tiefebene. Die Menschen schwärmten
aus den grösseren Städten und Ortschaften. Um
die weitliegenden Felder bewirtschaften zu können wurden
Gehöfte gebaut. Am Anfang wurden die ersten Höfe
als Sommerunterkunft für die Zeit der Felderarbeiten
errichtet, aber später nach den Änderungen der
Produktionsformen die Bewohner dieser Gehöfte verliessen
die grösseren Siedelungen endgültig. Ein besonders
grosser Aufschwung bei dem Bau dieser Bauerhöfe erfolgte
mit der Umstellung von der spröden Viezucht auf den
moderneren Acker,- und Pflanzenbau.
Der letzte schicksalhafte Schlag kam als der Weinanbau auf
dem Sand an Boden gewonnen hat. Im 18 Jh. florierende Gehöfte
prägten schon die endlose ungarische Tiefebene. Eine
eigenartige Welt ist mit den Gehöften auch miterstanden.
Die berühmten und oft fürchterlichen Räuber
tauchten auf, Tschardas, Weinschenken und Gasthöfe
entstanden um Hunger und Durst der Durchreisenden zu löschen.
Das grösste Zentrum der Gehöfte bildete sich in
der Nähe von Szeged, aber bedeutende Gebiete von Höfen
entstanden in der Peripherien von Kecskemét, Cegléd,
Debrecen, Hódmezôvásárhely, Szabadka
und Nagykikinda
Unser Gehöft, das Somodi Tanya erhielt seinen Namen
nach den ehemaligen Besitzer im 19. Jahrhundert.
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